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Dietrich Monstadt (MdB) fordert Verbot von Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Deutschland

Schwerin, 05.01.2017

Bei einem Treffen in der Apothekerkammer M-V mit über 30 Apothekern aus dem ganzen Land setzte sich der CDU Gesundheitspolitiker Dietrich Monstadt für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.   

 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte im Herbst vergangenen Jahres entschieden, dass die in Deutschland geltenden verbindlichen Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht gelten, wenn eine Versandapotheke aus dem Ausland die Arzneimittel liefert. Damit müssten die öffentlichen Apotheken in einen Wettbewerb mit Versandapotheken treten. Viele Apotheker fürchten nun um ihre Existenz.

 

„Wir müssen uns nach diesem EuGH Urteil schnell Gedanken machen, wie wir

die Versorgung mit Arzneimitteln langfristig und nachhaltig auch für den ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern erhalten können“, sagte Monstadt. “Eine Konkurrenz durch einen ausländischen Versandhandel dürfen wir nicht zulassen. Dies gilt umso mehr, als das viele Standards, die für den Versorgungsauftrag einer öffentlichen deutschen Apotheke bei der pharmazeutischen Versorgung beachtet werden müssen,

für den Versandhandel nicht gelten.“

 

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ca. 400 öffentliche Apotheken und 9 in Krankenhäusern. Sie haben einen Sicherstellungsauftrag und gewährleisten eine rund um die Uhr Arzneimittelversorgung.

 

 

Presse zum Thema:

 

Deutsche Apothekerzeitung

Pharmazeutische Zeitung

 

Dietrich Monstadt (MdB) im Interview zu den Neuerungen der Pflege ab 2017

Schwerin, 03.01.2017

Viele Pflegebedürftige erhalten in diesen Tagen Post von ihrer Krankenkasse. Ab 01. Januar 2017 werden die Umstellung von Pflegestufen auf –grade und ein neues Begutachtungsverfahren für mehr Gerechtigkeit in der Pflege betroffener Menschen sorgen, sagt der CDU Gesundheitspolitiker und Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt.

 

Warum war diese Reform denn überhaupt notwendig?

Der demografische Wandel schafft uns größere Probleme als erwartet und die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich deutlich erhöhen. Im Jahr 2020 rechnen wir mit etwa 2,83 Millionen pflegebedürftiger Menschen. Dies ist ein Anstieg von 40 Prozent.

Gleichzeitig wird die Zahl der Demenzerkrankungen weiter zunehmen. Derzeit leben in Deutschland rund 1,4 Millionen Demenzkranke und jährlich kommen rund 300 Tausend Neuerkrankungen hinzu.

Diese Entwicklungen haben uns vor zentrale Herausforderungen gestellt und die Bundesregierung hat sich die Verbesserungen in der Pflege als einen gesundheitspolitischen Schwerpunkt in dieser Legislatur gesetzt. In Schwerin ist der Anteil älterer Menschen deutlich höher als im Bundes- und auch höher als im Landesdurchschnitt. Jeder dritte Schweriner ist 60 Jahre alt oder älter (32 Prozent). Und etwa 5 Prozent der Gesamtbevölkerung der Landeshauptstadt sind pflegebedürftig. Bis 2030 wird sich diese Zahl weiter erhöhen, auf dann etwa 5,6 Prozent.

Das bedeutet, es entsteht ein zusätzlicher Bedarf an Leistungen. Wir versuchen uns auf das Problem des Fachkräftemangels einzustellen. Darüber hinaus wollen wir die familiären Pflegekapazitäten erhalten und stärken. Wir wollen eine flächendeckende Versorgung Betroffener, insbesondere im ländlichen Raum, sicherstellen.

 

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